Definition von Spritzpressen (Transferpressen)
Das aufgeschmolzene Harz wird unter Druck von einem Schmelztopf in ein Werkzeug gepreßt (transferiert). Zum Vergleich: Beim Spritzgießen ist die Temperatur unter dem Schmelzpunkt des Harzes.

Die höhere Temperatur ist Voraussetzung für das Füllen von Werkzeugen mit hohem Fließweg: Wanddicken-Verhältnis und für die Kompensation des Schwundes, die sonst durch zu frühes Einfrieren des Anschnitte und zu schnelles Ankühlen der Schmelze im Werkzeug unmöglich wird.
 
Statische Plastifizierung - Schmelztopf-Technik
Das Harz wird im Schmelztopf entweder im Ofen, durch Heizbänder am Schmelztopf oder in Blechen im Ofen zum Abstreifen in den Schmelztopf aufgeheizt. Eine Plastifizierung der Schmelze, die allerdings nur geringfügig ist, ergibt sich beim Transferieren durch Schmelztopfausgang und Werkzeuganschnitt.
Dynamische Plastifizierung
Verschiedene Techniken sind bekannt:
Spritzgußmaschine mit der Schnecke als Spritzkolben zum Transferieren nach Einzug oder Intrusion. Häufige Nachteile sind fehlende Übereinstimmung von benötigtem Spritzgewicht, Maschinengröße und Platzansprüchen für Werkzeugfixierung und -kühlung.

Extruder zum Transferieren der Schmelze durch Intrusion in das Teil mit der angestammten Schwierigkeit, einen benötigten und gleichmäßigen Druck zu halten. Eine zusätzliche Spannvorrichtung für das Werkzeug wird benötigt. Eine andere Methode ist das Transferieren der Schmelze in den Schmelztopf, der dann auf das Werkzeug in der Presse gestellt wird.

Transferpresse, die die Vorteile obiger Techniken vereint:
WK WOREK TRANSFERPRESSE MIT DYDNAMISCHER PLASTIFIZIERUNG
bietet:

button Homogene Schmelze.
button Höchste Qualität der Auskleidung oder des Teils durch enge Kontrolle der Temperaturen an Extruder und Transfertopf sowie der Transfer-, Füll- und Haltedrücke (Kühlen). Bestmögliche Homogenität der Schmelze ergibt geringeren Schwund und bessere Maßhaltigkeit.
button Kundenspezifische Auslegung von Extruder und Transfertopf für kleine bis große Transfervolumen für minimale Verweilzeiten und maximalen Schmelzdurchsatz.
button Hohe Produktivität und Ausbeute (minimaler Ausschuß)
button Reproduzierbare Qualität, Automatisierung auf Wunsch.
button Horizontale Pressplatten für einfache Werkzeug-Positionierung und effiziente Kühlsysteme
button Kompakte Formgebung
button In der Praxis bewährtes und erfolgreiches Konstruktionsprinzip (mehrere Maschinen ähnlicher Bauart in Betrieb)
button Bedienungsfreundliche und übersichtliche Instrumentierung.
button Langlebigkeit durch temperaturunempfindliche Hydraulikbauteile. Alle Maschinenbauteile im Kontakt mit der Schmelze aus korrosionsfesten Legierungen.
button Hohe Sicherheit

WK Transfermoulding-Pressen stehen derzeit mit einer Kraft von 300 und 500 kN sowie (Füll)-Gewichten von 1,5 kg bis 15 kg zur Verfügung. WK bietet auch ein Standardsystem an. Wir können Ihnen auch ein maßgeschneidertes System liefern, falls es die Aufgabenstellung erfordert.

Als Grundsysteme können wir die folgenden drei Transfermoulding-Systeme anbieten:

System I für kleinere Stückzahlen - Schmelztopftechnik
System II für mittlere Stückzahlen - Schmelztopftechnik
System III für größere Stückzahlen - Plastifizierungseinheit

Außerdem können wir ein System für größere Serien nach Zeichnung Nr. Mb.002/98 (Prozessablauf PFA-Transfermoulding) anbieten. Hier können auf zwei Ebenen je 6 Werkzeugeerhitzt werden.

Sie können so je nach Ihrer Anwendung und gewünschten Stückzahl der auszukleidenden Teile das entsprechende System wählen.

   

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